Stephanie Bogen ist am 24.10.2014 wieder in Südamerika gelandet, um sich „Nibakebo“ vor Ort anzunehmen.

Es gilt in der Großstadt Lima einiges für die Reise zu den Shipibos zu organisieren. Neben dem Weiterflug nach Pucallpa, werden dringende Hilfsmittel zum Aufbau der Schule für Ur-Wissen benötigt, die in den Städten einfach günstiger zu bekommen sind.

„Dabei ist es wichtig nicht beim Erstbesten einzukaufen. Da mir alles schon vertrauter ist, als beim ersten Mal, kenne ich inzwischen auch die Bemühungen der ansässigen Menschen einer Gringa (Bezeichnung für eine Frau mit weisser Haut) mehr abzuknüpfen als einem Einheimischen. Doch so schnell lasse ich mich nicht mehr übers Ohr hauen.“


 

Am 29.10. erreichte uns eine weitere Nachricht: „Werde nun losziehen und nach Säge, Hammer und Nägeln schauen. Das größte Problem wird sein, diese Sachen alleine in dieses
Dorf zu bringen, ohne dass etwas abhanden kommt. Die Boote sind nicht immer so sicher. Mit großer Freude habe ich die Nachricht über die bisher eingegangenen Spenden empfangen und bin nun sehr gespannt, was ich in den kommenden Tagen in dem Dorf antreffen werde und umsetzen kann. Zuerst gilt es mit sehr viel Einfühlungsvermögen erneut in die Begegnung zu gehen. Habe gerade meine kleine Rede für die Dorfversammlung ins Spanische übersetzt und muss nun weiter. Dann bin ich für ca. einen Monat getrennt von Internet und Telefon.“


 

Ich bin wieder zurück. Ein intensiever Monat mit viel Arbeit auf allen Ebenen liegt hinter mir. Mir geht es gut, auch wenn ich gesundheitlich nicht immer fit war. Zum Glück war ich in der Hütte des Schamanen untergebracht. Er zeigte mir verschiedene Pflanzen aus denen er eine Tinktur zubereitete. Ein Dank an die Kraft der Pflanzen! Somit war es mir möglich jeden Tag meiner Arbeit nachzugehen.

Was ist geschehen in diesen vier Wochen? Ich wusste nicht, was mich erwartet, da es in meiner Abwesenheit nicht möglich war in Kontakt mit dem Dorf "Atahualpa de Tabacoa" zu stehen. Auf alles machte ich mich gefasst. Als ich am 1. November Iperia mit dem Boot erreichte war es zuerst unklar wie ich mit all meinem Gepäck nach Atahualpa gelangen konnte. Ich fragte an dem kleinen Hafen ob zufällig ein Boot in diese Richtung fährt, doch das war nicht der Fall. Somit wartete ich im Schatten eines Mangobaumes!
Wie der Zufall es wollte, waren Antonio und Rossa (der Schamane und seine Frau) auf dem Weg in das am Ucayali gelegene Dorf Iperia. Meine Anwesenheit sprach sich sehr schnell herum und diese Nachricht erreichte auch Antonio und Rossa. Schnell eilten sie herbei! Die Wiederbegegnung war sehr emotional und herzlich. Rossa nahm mich in ihre Arme und sagte nur "Hija", was Tochter bedeutet. Sie glaubten nicht, dass ich wiederkehren würde.
Mit all dem Gepäck liefen wir ca. eine halbe Stunde einen Pfad zum Fluss Tabacoa. Dort setzten wir mit einem Nonti (Einbaum) über. Endlich angekommen! Nachdem ich mein Zelt aufgestellt hatte gab es Chapo (Bananensaft) zu trinken. Rossa legte Bananen aufs Feuer und servierte mir Ipo (ein welsartiger Fisch). Das Essen war mir vertraut und ich war dankbar für diese Stärkung. Nun war ein Besuch im Dorf angesagt. Der Chef des Dorfes empfing mich ebenfalls mit grosser Freude und lief mit mir von Hütte zu Hütte! Alle empfingen mich herzlich.

Vier Tage nach meiner Ankunft wurde eine kleine Versammlung einberufen, mit den vier wichtigsten Männern des Dorfes. Ein Jahr zuvor war ich hauptsächlich in Kontakt mit den Frauen. Nun war es wichtig das Vertrauen der Männer zu gewinnen. Nachdem wir lange über das Vorhaben gesprochen hatten, planten wir für den kommenden Tag eine Versammlung des ganzen Dorfes. Das erste Mal sprach ich vor dem gesamten Dorf und überbrachte meine Botschaft. Ich erklärte, warum ich den weiten Weg auf mich genommen hatte, um sie erneut zu besuchen. Der Chef des Dorfes übersetzte in Shipibo und erklärte zugleich das Anliegen, mit dem er ein Jahr zuvor an mich herangetreten war. Der Erhalt von Traditionen und der Erhalt des Wissens um das Heilen mit Pflanzen. Die Versammlung zeigte mir auf, dass sich in einem Jahr einiges verändert hat. Ein Teil des Dorfes war für den Bau einer Schule für Ur-Wissen. Der andere Teil war skeptisch, aus Sorge, dass sich dadurch einzelne Personen bereichern könnten. Ich sprach über  den Erhalt der Handwerkskunst, über das Problem, mit der nicht vorhandenen Müllentsorgung.

Die folgenden Tage war ich damit beschäftigt die Menschen zu besuchen, die Neid und Abneigung empfanden. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen erklärte ich, dass der Bau der Schule nicht zur Bereicherung einer Familie dienen soll, sondern als Bereicherung für das ganze Dorf. Somit war es möglich auch diese Menschen zu erreichen und somit den Willen des ganzen Dorfes.Bau der Schule

Was hat das Dorf in dieser Zeit erreicht? Wir koordinierten eine Arbeitsplanung. 2x die Woche, in den frühen Morgenstunden wurde an dem Ort gearbeitet, an dem die Malocka (Schule für medizinische Pflanzen) wieder aufgebaut werden sollte. 2x die Woche wurde im Dorf gearbeitet. Wir reinigten den zugewachsenen Hauptweg, damit er leichter zu begehen war.
Wir wählten einen verantwortlichen für die Konstruktion der Malocka. Ebenso planten wir den Wiederaufbau von 4 Brücken. Teilweise gibt es nur noch Balken, die über einen Bach oder eine Schlucht führen. In der Regenzeit steigt das Wasser ernorm an und manche Häuser sind abgeschnitten vom Dorf. Hinzu kommt, dass es für Kinder und ältere Menschen gefährlich ist, diese Stellen zu überqueren. In der Vergangenheit gab es einige Unfälle. Somit wählten wir auch einen Verantwortlichen für die Konstruktion und den Erbau der Brücken.
Mit den Kindern lief ich durchs Dorf und sammelte Müll. Einen Tag besuchte ich jede Familie und sprach darüber, was der Müll mit unserer Gesundheit, unserer Erde und unserer Nahrung macht. Teilweise sind die Hütten umgeben von Müll. Die Kinder spielen darin, die Hühner suchen ihre Nahrung darin und der Wind verteilt ihn flächendeckend. Nun gab es auch einen Verantwortlichen für die Müllentsorgung. Wir wählten einen abgelegenen Ort, an dem der Müll einmal die Woche entsorgt wird.
Mit den Frauen traf ich mich jeden Samstag. Sie  brachten ihre Handwerkskunst herbei und wir arbeiteten mit viel Getratsche und Freude. Ich spürte, dass dieses Treffen sehr wichtig für den Zusammenhalt der Frauen und für den Erhalt der Handwerkskunst war. Sie sagten mir, dass sie sich weiterhin jeden Samstag treffen wollen, um in Gemeinschaft zu arbeiten und vergessene Künste wieder zu erlernen. Nur wenige Frauen beherrschen noch die Kunst der Garnherstellung, des Webens und des Töpferns. Sie wollen die anderen Frauen unterrichten.

Mit den Kindern hatte ich sehr viel Freude. Einen Tag versammelte ich die Bande. Mit Farbe und Kartons, die ich für diesen Zweck mitgebracht hatte, entstanden wunderschöne Bilder und ich hatte die Möglichkeit, die einzelnen Kinder besser kennenzulernen. Oft suchten sie einfach nur meine Nähe und meine Berührung. Ich liebe sie sehr!
Mit den Verantwortlichen begann ich nun die Brücken und die Hütte zu vermessen. Der Materialaufwand wurde notiert. Nun war es an der Zeit Abschied zu nehmen und ich empfand sehr viel Dankbarkeit von Ihrer Seite. Sie beteuerten, dass es ihr Wunsch ist die Hütte und die Brücken so bald wie möglich fertig zu stellen. Meine Gastfamilie brachte mich zurück zum Hafen. Einige Tränen flossen, doch ich spürte nun auch Zuversicht und Vertrauen, dass ich wiederkehren werde und sie nicht die VERGESSENEN sind!
Mit einem Mann aus dem Dorf reiste ich zurück nach Pucallpa. 2 Tage waren wir damit beschäftigt die benötigten Materialien zu kaufen. Er reiste alleine zurück.
Auch ich bin dankbar für diese Zeit und die vielen neuen Erfahrungen. Sie übergaben mir erneut eine Botschaft, die ich mit nach Deutschland bringen werde!
Nun muss ich los. Heute habe ich noch einen Termin in der Radiostation!


 

Reisebericht vom Munay Suyu Projekt / Ecuador

 

Knappe vier Wochen habe ich hier in Ecuador das Projekt Munay Suyu (Land der Liebe) unterstützt. Dieses Projekt dient ebenfalls zum Erhalt von Ur-Wissen und war aus diesem Grund sehr interessant für mich. Es erstreckt sich über drei Teile des Landes, die Küste, die Anden, den Dschungel und befindet sich gerade im Aufbau.

Begonnen habe ich im Dschungel. Die Bedingungen waren nicht leicht und es gab sehr viel Regen und sehr viel zu tun. Es wurde gepflanzt, neue Wege angelegt, ein Zeremonieplatz errichtet und eine weitere Unterkunftshütte geplant. Um den Ort mit Lebensmitteln und Material zu versorgen war ein Fußmarsch von 30 Minuten und drei Flussüberquerungen notwendig. Oft wateten wir durch tiefen Schlamm, die Machete stets zur Hand  für den Fall das eine Schlange den Weg versperrt!

Zum täglichen Ablauf gehörten klare Regeln. Morgends um 5 Uhr, mit dem ersten Hahnenschrei, stand ich auf um Feuer zu machen und das Frühstück zuzubereiten (alle Mahlzeiten wurden auf dem Feuer zubereitet). Danach wurden die Tiere versorgt. Um 7 Uhr begann die Arbeit und endete manchmal um 22 Uhr. Neben all der Anstrengung wurden mir viele wundervolle Orte gezeigt die schon in vergangener Zeit von großer Wichtigkeit waren. All die Arbeit die dort getan wurde, war verbunden mit großem Respekt zu den vier Elementen. Der naheliegende Fluss versorgte uns mit klarem Quellwasser welches aus einem tiefen Höhlensystem entsprang. Der Fluss gilt als Symbol für die Reinigung des Geistes und viele Naturwächter schienen auf ihn acht zu geben! Die Erde die wir bewegten wurde bedacht platziert und die Pflanzen die wir pflanzten, bekamen ebenfalls einen bewusst gewählten Platz. Ich kann nicht sagen wie viele Steine ich bewegt habe, aber ich habe gespürt das jeder Stein seine eigene Energie hatte.

Da es einen engen Kontakt zu den Einheimischen Quichuas gab (nicht zu verwechseln mit den Quechuas der Anden), kam ich auch in Kontakt mit ihren Bräuchen und Traditionen. Ja, dieser Ort war magisch und doch war meine Freude groß als es in den nächsten Teil des Projektes ging. Die Anden!

 

Welch ein Kontrast! Nach 2 Tagen Aufenthalt in der Stadt Cuenca, einer ausgiebigen Dusche und die Reinigung meiner Kleidung, ging es hinauf auf 3500 Meter. Es war sehr kalt und mir war sehr schnell klar dass ich meinen Körper nur warm halten konnte indem ich mich bewege und arbeite! Auf einem Feuer wurde warmes Wasser gemacht, ansonsten gab es Bergwasser zum baden. Die Aufgaben waren an diesem Ort sehr bezogen auf die Versorgung der Tiere, traditionellem Gemüseanbau, und die Pflege der Kraftorte.

Morgends mussten die Tiere wie Hühner, Enten, Ziegen, Kaninchen, Pferde und Kühe versorgt werden. Die Alpakas waren eher pflegeleicht. Nach dem melken, was hier noch von Hand geschieht, widmete ich mich den anderen anstehenden Aufgaben. Viele Pflanzen wurden gepflanzt, ein Kartoffelfeld angelegt und Material hinauf transportiert. In der Höhe geht alles etwas langsamer und manch einer der an diesen Ort kommt wird von der Höhenkrankheit heimgesucht. Da gilt es sehr bedacht zu sein da man dann nicht arbeiten kann und die Kälte durch alle Knochen kriecht. Zum Glück wurde mein Körper verschont, vielleicht hat er sich an die vergangenen Besuche in den Anden erinnert!

Ein wundervolles Ereignis begleitete mich durch diese Zeit. In meiner ersten Nacht, es war Vollmond, wurde ein Kälbchen geboren. Da es zu früh kam war es sehr schwach und ohne unsere Hilfe nicht überlebensfähig. Drei Tage lang pepelten wir die kleine Senorita von Hand mit der wichtigen ersten Muttermilch auf. Dann war es endlich soweit und fr mich ein bewegender Glücksmoment, als sie das erste mal selbstständig zu ihrer Mutter lief um zu trinken. Ich gab ihr den Namen Aluna!

In der verbleibenden Zeit war ich noch dafür verantwortlich eine Quelle einzufassen und sie zu bepflanzen. An meinem letzten Tag wanderten wir noch weit hinauf zu den Lagunen an denen noch heute die Ahnen der Inkas Wache halten!

Resümee der Reise:

Nach all diesen Erfahrungen habe ich verstanden, dass es manchmal wichtig ist den Glauben um das eigene Wissen los zu lassen. Ich meine nicht ihn zu verlieren, ich meine nur die Dinge anzunehmen wie sie kommen auch wenn es manchmal scheint als bräuchte ich sie nicht. Nur so ist es mir möglich viel Neues in mir zu entdecken und damit neu zu kreieren! 

 

Vielen Dank an die Menschen das Projekt NIBAKEBO durch ihre Spenden und vielen guten Gedanken begleitet und mit derer Hilfe es nun möglich ist die ersten Schritte zu gehen.
Von Herzen Danke!


 

Bericht aus der Ferne
 
Meine Lieben, ich bin zurueck aus dem Dorf Atahualpa. Es faellt mir noch ein wenig schwer meine Worte zu finden um Euch greifbar mitzuteilen was sich in den nun fast vier Wochen ereignet hat. Lasst es mich versuchen.
 
Als ich im August im Hafen von Iparia ankam, wurde ich von dem Schamanen Antonio in Empfang genommen. Ich spuerte seine Freude und gleichzeitig eine abgrundtiefe Schwere. Er blickte mich nur an und ich fragte was geschehen sei. Daraufhin konnte er sich nicht mehr zurueckhalten und begann bitterlich zu weinen.
Er erzaehlte mir von den Geschehnissen der letzten Monate, von schweren Erkrankungen die das Dorf heimsuchen, von dem Zerfall innerhalb der Dorfgemeinschaft, von Armut und Hilflosigkeit.
Aufgrund von starken Unwettern konnte bisher kaum etwas von den geplanten Projektarbeiten umgesetzt werden. Er hielt es kaum aus mich zu empfangen ohne etwas vorweisen zu koennen. Ich hoerte ihm zu und wusste sofort das fuer diesen Aufenthalt eine andere Arbeit auf mich wartete.
 
Als wir in Atahualpa ankamen (3/4 Stunde Fussmarsch) wurde ich freudig empfangen. Aus der Ferne eilten die Kinder herbei und riefen aufgeregt meinen Namen. Das sind Momente in denen mein Herz beginnt zu huepfen...
Ich lief von Huette zu Huette um jede Familie zu begruessen. Dort begegnete ich auch den Erkrankten. Es sind momentan hauptsaechlich Maenner mittleren Alters die von starken Leberschmerzen geplagt werden. Ein Mann hatte so starke Schmerzen das er zwei Tage spaeter nach Pucallpa ins Krankenhaus musste. Sie erzeahlten mir das sie kein Geld haben um eine medizinische Versorgung im Notfall in Anspruch nehmen zu koennen und  von ihrer Todesangst.
Der Sohn des Schamanen war Anfang des Jahres ebenfalls betroffen, doch seine Gesundheit konnte durch Heilpflanzen nach fuer nach wieder hergestellt werden. Leider fehlt vielen Dorfbewohnern inzwischern der Glaube an die Kraft der Heilpflanzen.
 
Meine Tage sind gepraegt von vielen Gespraechen. Jede Stimme moechte gehoert werden. Ich beobachte genau, fuehle mich ein in ihr Leben und bin erschrocken darueber welche Veraenderungen die Zivilisation innerhalb kurzer Zeit mit sich bringt. Es ist als wuerde ich in diesem Dorf den Zeitraffer unserer Geschichte, unserer Entwicklung, bis hin zum Verfall der Gemeinschaft erleben.
 
Die Frauen freuten sich sehr ueber die mitgebrachten Stoffe, die bunten Garne und Nadeln. An einem Tag praesentierten sie all ihre Handwerkskunst. Sie waren sehr aktiv waehrend meiner Abwesenheit.
Mit den Kindern konnte ich viele wundervolle Momente teilen. Eine Grundschule aus dem sueddeutschen Raum, bastelte fuer die Kinder im Dschungel kleine Geschenke die sie mit Namen und Foto bestueckten. Als ich diese Geschenke verteilte sah ich in ihren Gesichtern, das die Vorstellung unglaublich faszinierend fuer sie war, nun einen Freund oder eine Freundin auf dem anderen Teil der Erde zu haben. Vor meiner Abreise uebergaben sie mir ihre Geschenke fuer die Kinder aus Deutschland. Ebenfalls hatten sie grosse Freude ein grosses Bild zu malen, welches ein wenig von den Dingen erzaehlt die ihr Leben praegen.
 
 
 
 
Ansonsten begleitete ich sie in ihren alltaeglichen Arbeiten. Die Momente in denen der Schamane sein Wissen mit mir teilte waren fuer mich wichtiger als je zuvor. Er ist alt geworden und seine Kraefte lassen nach. Er ist eben auch ein Mensch wie du und ich, gepraegt von den Einschnitten der Veraenderung.
Abends sassen wir zusammen um den Tag ausklingen zu lassen und ich lauschte den Geschichten aus alter Zeit, in der sie ihren Lebensraum noch mit Puma und Anakonda teilten.
 
Ich reiste zurueck nach Pucallpa mit Wasserproben in meinem Gepaeck. Diese werde ich Morgen nach Lima in ein Labor bringen. Meines Erachtens nach entstehen die vorherrschenden Erkrankungen durch kontaminiertes Wasser das sie aus Fluessen und Tuempeln schoepfen um es zu trinken. Der Buergermeister des Bezirks Iperia behandelt dieses Thema mit missachtendem Gerede. Er trinkt sauberes Wasser und meint das Wasser der Quebradas waere gut genug fuer die indigenen Anwohner.
Sollten nicht alle Menschen die gleichen Rechte Haben? Es wird Zeit auf anderen Ebenen zu agieren.
 
Das Projekt NIBAKEBO nimmt neue Formen an. Vor allem brauchen diese Menschen mehr Zeit da die Probleme die ihnen begegnen, fuer sie oftmals bedrohlich sind.
Gedankenversunken sitze ich auf der Terasse meines Hostels und frage mich nur, ob wir wirklich wissen wie gut es uns geht und aus welchem Ueberfluss wir taeglich schoepfen. Warum finden wir dennoch immer wieder einen Grund zu klagen...?
Ich blicke vom einen Teil der Erde zum anderen Teil der Erde und wuerde gerne manch einen Menschen mit an den Ort nehmen, an dem man Wertschaetzung lernt.
 
Mein Abschied ist ein anderer. Es gibt nur eine Frage die sie mir stellen..... Wann kommst du wieder?
 
 

Stephanie